Eine Besonderheit bei Auxiliarveteranen und wenigen anderen Privilegierten lag darin, dass sie auch mit nichtrömischen Frauen aus ihrer Provinz eine römisch-rechtliche Ehe führen durften, was Legionsveteranen verwehrt war. Vermutlich hat das Patriziat der Heirat zwischen Angehörigen der beiden Schichten schlicht keinen Widerstand mehr entgegengesetzt, sodass von einer gesetzlichen Fixierung eher nicht ausgegangen werden sollte. Jahrhundert hob Justinian diesen Senatsbeschluss auf. Im Laufe dieser Zeremonie wurden auch ein Schaf, Opferschrot und Früchte geopfert. Durch die Eheschließung des Mannes endete das Konkubinatsverhältnis. Im Gegenzug konnten Paare auch gegen ihren Willen geschieden werden, wenn dem pater familias eine andere Verbindung günstiger erschien. Häufig wurden Ehen auf seine Initiative hin vermittelt, denn eine Ehe galt als eine gute Möglichkeit, zwei Familien politisch oder geschäftlich aneinander zu binden. Deutsch: Im ersten Jahrhundert war Rom Sehnsuchtsort für viele, die von einem besseren Leben träumten. In der Praxis wurde das Verbot allerdings auch in der Prinzipatszeit umgangen, da viele Soldaten während ihrer langjährigen Dienstzeit mit Partnerinnen zusammenlebten und ihre Verbindungen oftmals der rechtlichen Ehe anzugleichen suchten. Dabei galt in historischer Zeit, dass die Tochter der Ehe zustimmen musste und die Möglichkeit hatte, bei Übergriffen und Missachtung des Gatten mit einer Verletzung der beim Kauf übertragenen Treu- und Schutzpflicht eine Scheidung (emancipatio) zu erwirken, d. h. durch eine Verletzung der Kaufverpflichtungen wird der Kaufvertrag nichtig.[1]. Dies war ein Scheinverkauf, mit dem der pater familias das Kind an einen Dritten als Treuhänder verkaufte, der es anschließend an den Vater zurück verkaufte. Da langjährige Prostituierte einem Eheverbot unterlagen, konnten sie auch nach der Freilassung oft nur ein Konkubinat eingehen. Einen weiteren Einschnitt stellt der vergebliche Versuch Kaiser Konstantins am Anfang des 4. Im vollen Sinne des Wortes freie Männer waren demnach nur diejenigen Römer, die vaterlos oder für mündig erklärt worden waren, den Status des pater familias besaßen und über ein Erbe verfügten. Geburtenrate im Antiken Rom. Bei dieser Eheform hielt der Bräutigam eine Rede, wodurch er die Ehe von einem concubinatus, einer völlig informellen Beziehung abgrenzte. Obwohl die Rechte des Senats, der vornehmlich eine Versammlung ehemaliger Amtsträger war, … Die Kinder aus solchen Verbindungen waren der patria potestas nicht unterworfen, blieben vom Erbrecht ausgeschlossen (allerdings konnte ihnen der Vater testamentarisch durchaus Vermögen vermachen) und erhielten den Namen der Mutter. [15] Zumindest bei der Orientarmee in Syrien gab es nachweislich auch Sexsklavinnen und Zwangsprostitution. Eine manusfreie Ehe konnte jederzeit nachträglich in eine Manusehe verwandelt werden, wie der auf der Laudatio Turiae geschilderte Rechtsfall bezeugt. „Nach außen“, berichtet Tacitus, „herrscht Ruhe, im Inneren aber abscheuliche Zügellosigkeit.“ Diese zeigte sich vor allem in nächtlichen Eskapaden Jugendlicher, die nicht nur durch Kneipen und Bordelle zogen, sondern sich auch einen Spaß daraus machten, Passanten zu schikanieren oder gar zu misshandeln. Anhand sterblicher Überreste rekonstruierten Forscher deren spannendes Leben. Im 1. Sei es aus finanziellen Gründen, weil sie uneheliche, oder behinderte Kinder waren, oder aufgrund Ihres Geschlechts – vor allem wenn das Neugeborene weiblich war. Die Ehe von Sklaven fiel nicht unter das römische Recht, sondern ausschließlich unter das Recht der Herren. Voraussetzung für eine Wahl war seit 180 v. Chr. Die Preise variierten je nach Ort, Größe der Anlage und Luxus des römischen Bades. Vielmehr zeigte sich dessen hervorragende Stellung durch die Verfügungsgewalt über das Vermögen und auch in – einer aus heutiger Sicht zweifelhaften Form – der Entscheidungsgewalt des pater familias über die Aussetzung neugeborener Kinder. The precise positioning, long range capabilities and multi-sensors make search and rescue faster and more efficient. Beide Geschlechter hatten ihre gesellschaftlichen Funktionen: Der Mann als pater familias war für den Fortbestand der Gesellschaft und der Familie zuständig, die Frau stand ihm als mater familias zur Seite. Um die Consuln von der Aufgabe der Vermögensschätzung zu entlasten wurde die Magistratur im Jahr 443 v. Chr. Höhere Preise wurden vermutlich in dem römischen Bad genommen, das luxuriöser ausgestattet war und damit als exklusiver und modischer galt. Doch für die meisten war der Alltag wenig glanzvoll. Eine vidua – Witwe oder Geschiedene – galt ebenfalls als sui iuris, wenn ihr Vater nicht mehr lebte. Die Stellung freigeborener Frauen im Alten Rom unterschied sich grundlegend von jener in anderen antiken Gesellschaften. Einer der schönsten Tage im Leben eines Römers war wohl der Tag, an dem er die Männertoga erhielt – das war in etwa so, wie wenn wir heute das Alter erreichen, um endlich den lang ersehnten Führerschein machen zu können. Seit Hadrian wurden die Kinder jedoch wie uneheliche Kinder behandelt und galten dann wie die Mutter als freie römische Bürger. Römische Männertoga. Sie fand in Gegenwart des pontifex maximus, des flamen dialis und von zehn Bürgern statt. Satiriker wie Martial und Juvenal fanden hier die Grundlage dafür, sich über die Sittenlosigkeit und Vergnügungssucht der Frauen zu mokieren. dessen pater familias trat. Jetzt unseren Verein und die Projekte unterstützen: “Römische Praetoren: Hatten auch Privilegien!”, “Die römische Männertoga: Vom Kind zum Mann!”, “Rom: Bandenkriminaliät schon in der Antike!”, “Römische Gladiatoren: Ihre Kämpfe und ihr Leben”, Der Eintrittspreis (balneaticum) für den Besuch der öffentlichen, “Römische Architektur | Das römische Bad”, In der Arena fanden auch mehrere Duelle gleichzeitig statt und jedem, Tatsache ist, dass die meisten Gladiatoren keine wohlhabenden Männer waren. Ehe und Familie galten als Grundpfeiler der res publica, des römischen Staats. Tötungen und Aussetzungen von ungewünschten Mädchen taten ein Übriges dazu. Der Rechtsrahmen änderte sich durch die Ehereformen unter Septimius Severus und die allgemeine Bürgerrechtsverleihung durch Caracalla im Jahr 212 nochmals nachhaltig. Der Römerstaat war ein Männerstaat – die Frau hatte nicht viele Rechte. In hohem Ansehen standen im alten Rom Frauen, die nur einmal verheiratet waren, weil sie dann immer noch um ihren verstorbenen Gatten trauerten. [16] Sklavinnen konnten keine Konkubinen sein, sondern galten als bloße „Prostituierte“ (meretrix). Bis 140, als Antoninus Pius die Erblichkeit solcher Verleihungen weitgehend abschaffte, erhielten auch Kinder aus diesen Verbindungen (Mädchen wie Jungen) das römische Bürgerrecht.[4][8][9]. Grund für diese Regelung war der Wunsch, im Falle einer Schwangerschaft der Witwe keine Zweifel aufkommen zu lassen, wer der Vater des Kindes sei – siehe dazu Mater semper certa est. Marcus Tullius Ciceros Frau Terentia ist ein Beispiel dafür, dass die Frauen immer selbstständiger wurden. Auxiliarsoldaten erhielten das römische Bürgerrecht und die Heiratserlaubnis (→ Conubium) erst, nachdem sie 25 Jahre Militärdienst geleistet und die Honesta missio erlangt hatten. v. Chr. [11] Während Verhältnisse zwischen Sklaven unterschiedlicher Besitzer meist eingeschränkt wurden, waren Beziehungen zwischen Sklaven desselben Besitzers zur Nachwuchsgewinnung erwünscht. Sie gehörte somit weiterhin rechtlich ihrer alten Familie an und stand unter der patria potestas (Gewalt ihres Vaters). Es wurde in der Folgezeit immer weiter gelockert, bis Septimius Severus das Heiratsverbot der Soldaten gegen Ende des 2. Seit Mitte des 5. Durch diese Veränderungen war die vorher gültige gesetzliche Bestimmung, dass eine Frau ohne männliche Vormundschaft kein wichtiges Rechtsgeschäft tätigen durfte, in der Praxis der späten Republik außer Kraft. Es gab zahlreiche unterschiedliche Gladiatoren-Gattungen und jede hatte ihre spezielle Rüstung und Kleidung. Sie hatten Fans und Anhänger, die alle ihre Kämpfe sehen wollten! Liebeskunst), ist ein Lehrgedicht in drei Büchern des römischen Dichters Ovid, entstanden zwischen 1 v. Chr. [12], Für das Gemeinwesen eher von Belang waren Verbindungen zwischen männlichen Sklaven und weiblichen Freigelassenen, die das römische Bürgerrecht besaßen und rechtlich wie andere Bürger behandelt wurden. Im Jahr 900 wurde der Zivilkonkubinat von Leo dem Weisen abgeschafft. Auf das eigene Vermögen der Frau hatte der Ehemann dagegen kein Zugriffsrecht. Sie verkaufen in den Straßen selbst gebackenen, heiligen Kuchen und symbolisieren damit ihre Ergebenheit gegenüber dem Gott Bacchus. Quellen legen nahe, dass jugendliche „Gangs“ nachts manches Viertel der Hauptstadt geradezu terrorisierten. Ehen, bei dem Mann und Frau enger als bis zum 4. Freigelassene Frauen durften ihren eigenen Sklaven nicht freilassen, um ihn zu heiraten, es sei denn, beide hatten zuvor demselben Patron gehört. Sie kamen in der Armee häufiger vor. Um dieses Problem zu bekämpfen, schuf Augustus eine neue Ehegesetzgebung, die Lex Iulia et Papia: Die Aussetzung von Neugeborenen auf öffentlichen Dunghaufen war in der ganzen römischen Welt bis zum Jahr 374 n. Chr. Dies hatte durch die hervorragende Stellung des pater familias und die rechtliche Wirkung der patria potestas zur Folge, dass die Frau über ihr mitgebrachtes Vermögen und ihre Mitgift nicht selbst verfügen konnte. Die Ehe galt im antiken Rom als Stütze der Gesellschaft, vor allem in materieller Hinsicht. Es war üblich, dass die Mitgift in drei Raten an den ersten Jahrestagen der Hochzeit gezahlt wurde. Mit der Vergrößerung des römischen Herrschaftsgebiets, die nicht mit der Ausbreitung des römischen Bürgerrechts Schritt hielt, entstand in der späten Republik das zunehmende Bedürfnis römischer Vollbürger, mit Frauen aus den von Rom unterworfenen Völkern ohne Bürgerrecht sowie mit Sklavinnen oder Freigelassenen eheähnliche Beziehungen einzugehen. Wahl der römischen Praetoren und Privilegien. Das Testament konnte aus dieser rechtlichen Stellung des pater familias heraus von diesem zu Lebzeiten als Waffe eingesetzt werden, um seine Autorität deutlich zu machen und die familia an sich zu binden. das Alter von 40 Jahren, seit dem 3. Sterbliche Überreste von Gladiatorenkämpfern aber gibt es kaum. In der Anfangszeit dominierte die so genannte Manusehe. Es gibt dementsprechend auch kaum römische Rechtsquellen, die sich mit den Verhältnissen von Sklavenehen befassen. Vielmehr kamen zahlreiche Gladiatoren aus den Reihen der Sklaven oder waren Freigelassene. Nicht heiratsfähige Personen, die als Mann und Frau zusammen lebten, wurden auch contubernales genannt. In einem Brief an seinen Freund Atticus[3] zeigte er sich empört darüber, dass seine Frau, während er Statthalter in Kilikien war, ohne ihn zu fragen seine Tochter Tullia mit Publius Cornelius Dolabella verheiratete. Gladiatoren waren die Pop-Idole der Antike. Ehen wurden in der Regel weniger aus Liebe, sondern aus politischen oder materiellen Interessen geschlossen. Anders als Römer gaben männliche Latiner durch Heirat einer nichtrömischen Provinzbewohnerin ihr Bürgerrecht auch an diese weiter, sodass in den Provinzen auch ganze Familien in den Bürgerstand aufsteigen konnten. Ein Beschluss des Senats aus 52 n. Chr. Roma ludens: Kinder und Erwachsene beim Spiel im antiken Rom (Heuremata) (German Edition) (German) Paperback – January 1, 1976 by Jutta Väterlein (Author) See all formats and editions Hide other formats and editions. Vielmehr kamen zahlreiche Gladiatoren aus den Reihen der, “Was trug der Gladiator in seiner Freizeit?”. Wohl existierte ein traditioneller Hochzeitsritus; dieser war aber nicht rechtsverbindlich. Frauen bezahlten mehr als Männer, sogar doppelt so viel, während Kinder, bis zu einem bestimmten Alter, kostenlos das öffentliche Bad nutzen durften. (senatus consultum Claudianum) sah vor, dass Römerinnen, die sich ohne Erlaubnis des Besitzers mit einem Sklaven einließen, selbst versklavt werden konnten und die gemeinsamen Kinder zu Sklaven wurden. Sie tauchten sie auch mal zur „Strafe“ für ihren Widerstand in die Kloaken. Vieles ist aus dem Leben und Sterben von Gladiatoren überliefert. Jahrhunderts aufhob.[4]. Eine rechtliche Fixierung dieser Veränderung besteht der Tradition nach in einem Gesetz des Volkstribunen Canuleius (lex Canuleia) aus dem Jahr 445 v. Rechtswesen im antiken Rom Das Rechtswesen im antiken Rom wurde schon in früher Zeit durch eine kodifizierte, für die Zivilbevölkerung verbindliche … dessen pater familias. Männer mussten im Alter von 25 bis 60 und Frauen zwischen 20 und 50 Jahren verheiratet sein, sonst drohten ihnen empfindliche Bußgelder. Nicht umsonst war Concordia einerseits die Schutzgöttin des gesamten Staatswesens und gleichzeitig Beschützerin der Ehe (matrimonium). Zumeist waren es junge Männer aus der Oberschicht, denen einfach schlicht langweilig war oder die dem Wein zu sehr gefrönt hatten. Jhd. Frauen mussten nach dem Tod ihres Mannes mindestens zehn Monate bis zu einer Wiederverheiratung warten; in den Augusteischen Ehegesetzen wurde diese Frist auf zwölf Monate verlängert. Außerdem verschärfte Augustus das Eheverbot für Soldaten, die damit erst nach ihrer Entlassung eine rechtlich gültige Ehe eingehen konnten. Ab einer Kinderzahl von drei in Rom, vier in Italien und fünf im restlichen Römischen Reich bekamen die Ehegatten Vergünstigungen: Die Männer – falls sie im öffentlichen Dienst standen – konnten damit rechnen, schneller befördert zu werden, die Frauen erhielten das Recht, ihren Besitz selbständig zu verwalten, und wurden juristisch unabhängig vom Mann. Zur Auflösung einer Ehe genügte es, dass einer der Ehepartner vor Zeugen die Formel tuas res tibi habeto ("gehe weg und nimm deine Sachen mit dir") oder i foras aussprach ("gehe aus meinem Haus"). Original file ‎ (WebM audio/video file, VP9/Opus, length 47 s, 1,280 × 720 pixels, 2.42 Mbps overall) In Abgrenzung zu Verbindungen mit Mätressen oder außerehelichen Geliebten lässt sich der römische Konkubinat als monogame Beziehung beschreiben. Kinder konnten getrennt von ihren Eltern verkauft werden. Die römische Religion kannte keine Vorschriften zur Verhinderung einer Scheidung. Als Mädchen war die Frau abhängig vom Vater (pater familias); er konnte über Freud und Leid bestimmen, er konnte sie verloben und vermählen, wann und mit wem er wollte. Nero ist im dritten Jahr Kaiser. Deshalb konnten ehemaligen Auxiliarsoldaten ihre Gefährtinnen nach der Entlassung unter Umständen heiraten und das Konkubinat in eine Ehe überführen. Damit wollte er die Zahl der nichtkämpfenden Personen verringern, die den Tross der Armee begleiteten. Man unterscheidet die folgenden drei Formen des Zustandekommens einer Ehe, die alle drei schon in frühester Zeit bezeugt sind, im Lauf der Geschichte sich aber stark wandelten: Bei diesem Ritual wurde die Tochter unter Anwesenheit von fünf Zeugen symbolisch für ein As vom Vater verkauft. Bei römischen Namen ist grundsätzlich zu unterscheiden zwischen Männer- und Frauennamen sowie zwischen römischen Bürgern und Freigelassenen. Zu unterscheiden sind dabei Verbindungen zwischen einem Sklaven und einer Sklavin und zwischen einem Sklaven und einer Freigelassenen. Neben die rechtlich fixierte Ehe zwischen römischen Bürgern, das matrimonium im engeren Sinne, an dessen rechtlichem Charakter sich grundsätzlich nichts änderte, trat vor allem in führenden Familien, aber auch unter Soldaten, der Konkubinat (concubinatus). Diese Seite wurde zuletzt am 18. Wir schreiben das Jahr 56. Heirateten Bürger und Bürgerin des Römischen Reiches, so geschah dies in der Regel rein privat und ohne größere staatliche oder religiöse Zeremonie und schriftlichen Vertrag. Chr., obwohl die Versammlung der Plebs rechtlich nicht fähig war, Gesetze zu beschließen. Die Frau schied dabei aus der patria potestas ihres eigenen pater familias aus und gelangte unter die des Ehemannes bzw. mussten Praetoren zudem eine Quaestur inne gehabt haben. Von den natürlichen Kindern (Konkubinen-Kindern) und ihren Müttern und aus welchen Gründen jene zu rechtmäßigen (Kindern) gemacht werden. Frei (sui iuris), d. h. befreit aus der patria potestas, wurden die Söhne häufig erst durch den Tod des pater familias. Die Toga hatte für die Römer gleichsam eine magische Kraft; war wie eine zweite Geburt: Sie machte das Kind zum Mann. Verfügungsgewalt erhielt ihr neuer pater familias. In späterer Zeit kam es jedoch öfter vor, dass Kinder durch eine emancipatio aus der väterlichen Gewalt entlassen wurden. eingeführt. einmal (bei Töchtern) durchgeführt wurde, war das Kind von der väterlichen Gewalt befreit. Inschriftlich gesichert ist, dass der Konkubinat in der hohen Kaiserzeit im 1. und 2. Ehe und Familie galten im Römischen Reich als heilig. Mit einer Ausnahme: Der Gladiatorenfriedhof in Ephesos. Sie war allerdings erst seit Sulla formell vorgeschrieben. Standen die beiden künftigen Ehepartner noch unter der Macht eines pater familias, so benötigten sie dessen Zustimmung. Zur römischen Königszeit nahmen die Könige selbst den census vor – die Vermögensschätzung der Bürger und die Musterung. Vom Erbteil, das die Söhne und Töchter empfingen, hing ihre weitere Lebensperspektive ab. Eine römische Frau besaß nicht einmal das volle Bürgerrecht. In der Forschung uneinheitlich beantwortet wird die Frage, ob es sich von Anfang an um eine Art Ehe minderen Ranges (so vor allem die ältere Forschung) oder um reine De-Facto-Verbindungen handelte. Die Geburtenrate war in Rom niedrig. Rom: Bandenkriminaliät schon in der Antike! Die Frauen zur damaligen Zeit waren zwar in gewisse… Im antiken Rom war die Teilung in Geschlechter keine Grundgegebenheit, sondern ein vom Recht konstruierter Gegenstand. [7], Soldaten der römischen Armee konnten im ersten und zweiten Jahrhundert erst nach Ende ihrer Dienstzeit heiraten. Die univira, die einmal verheiratete Frau, galt dennoch als Ideal. Die familia ist als Rechtsverband und Vermögensgemeinschaft zu verstehen, wobei der pater familias auch durchaus religiöse Aufgaben wie die Darbringung von Opfern zu erfüllen hatte. In der Arena fanden auch mehrere Duelle gleichzeitig statt und jedem Kampf wohnte ein Trainer als Schiedsrichter bei. Anmerkung: Die deutschen Übersetzungen der lateinischen Begriffe verwenden hier bewusst nicht die Rechtssprache des 21. Kinder aus einer aufgelösten Ehe verblieben beim Vater und seiner Familie. Die Ehe galt im antiken Rom als Stütze der Gesellschaft, vor allem in materieller Hinsicht. Jahrhundert, welche das in Mitteleuropa rezipierte römische Recht widerspiegeln. Außerhalb der Arena waren die Gladiatoren nicht von anderen Römern zu unterscheiden. 7. Die Toga hatte für die Römer gleichsam eine magische Kraft; war wie eine zweite Geburt: Sie machte das Kind zum Mann. Im Vergleich mit der Stellung der Frau im klassischen Athen war die römische Frau selbst als matrona, d. h. als Ehefrau, in der Manus-Ehe, angesehener und erheblich selbstständiger. Das spannende Leben römischer Gladiatoren. In der Kaiserzeit wurde die Scheidung immer mehr zur gängigen Praxis. Chr., kurz nach Schaffung der Zwölftafelgesetze, die die starren Standesunterschiede zwischen Plebejern und Patriziern teilweise aufhoben, war eine Heirat zwischen Plebejern und Patriziern möglich, d. h., das vorher geltende Eheverbot zwischen den Ständen wurde aufgehoben. Der weibliche Teil wurde concubina („Konkubine“) genannt, während es für den männlichen keine eigene Bezeichnung gibt. Ars amatoria, auch Ars amandi (lat. [2] Danach begann die Einjahresfrist von neuem. Trotzdem war Liebe zwischen den Ehepartnern, wie bei der Ehe zwischen Pompeius und Caesars Tochter Iulia, nichts Ungewöhnliches. Besonders die augusteische Gesetzgebung erschwerte durch immer neue Hindernisse Freigelassenen außerhalb Roms den Erwerb des vollen Bürgerrechts. Immerhin erreichten die Plebejer durch diese rechtliche Veränderung die privatrechtliche Gleichstellung mit den Patriziern. Wenn während dieser Zeit die Frau drei Tage hintereinander außer Haus schlief, unterbrach (usurpatio) sie die „Ersitzung“ und verhinderte so, dass sie in die manus des Mannes überging (trinoctis usurpatio oder trinoctium). Das bedeutete aber noch nicht, dass sie auch politische Rechte besaßen. Immerhin galt es als unschicklich, ein junges Mädchen an einen Mann zu verheiraten, den sie ganz und gar widerwärtig fand, rechtlich möglich war es jedoch. Für das Familien- und Eheleben rechtlich konstitutiv war die patria potestas des pater familias, des männlichen Familienoberhauptes. Diese Stellung erlaubte dem Familienoberhaupt Kinder auszusetzen, die er nicht aufziehen konnte oder wollte. [10] Auch Sklaven war diese rechtlich unverbindliche Form des Zusammenlebens möglich. Die patria potestas erlangte der Mann aber erst nach einem Jahr des Zusammenlebens. So hatte der Unterlegene selbst dann eine Chance, wenn er vor Erschöpfung in Ohnmacht fiel. Der erste lateinische Dichter war Cnaeus Naevius (zirka 269 bis 199 v. Voraussetzungen für den Konkubinat waren Volljährigkeit (das Mindestalter lag wie bei der Ehe bei 12 Jahren für die Frau und 14 für den Mann) und beidseitiges Einverständnis, eine Mitgift war nicht erforderlich. Chr.). Jahrhunderts, sondern diejenigen Begriffsverwendungen aus dem 19. Ihre Hauptaufgabe war das Gebären von (männlichem) Nachwuchs. Heirat zwischen den Plebejern und Patriziern in frührömischer Zeit, Eherechtliche Bestimmungen des Corpus Iuris Civilis, Rheinisch-Westfälische Akademie der Wissenschaften, https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ehe_im_Römischen_Reich&oldid=205650537, „Creative Commons Attribution/Share Alike“, Vom in Ansehung des Heiratsguts geltenden Recht, Von dem zum Heiratsgut gehörenden Grundstück, Von den Schenkungen zwischen Ehemann und Ehefrau, Soluto matrimonio dos quemadmodum petatur, Auf welche Weise nach aufgelöster Ehe das Heiratsgut gefordert werde, Von den auf die zum Heiratsgut geforderten Sachen gemachten Verwendungen, Von der Klage wegen entwendeter Sachen (unter Ehegatten), De agnoscendis et alendis liberis vel parentibus, vel patronis vel libertis, Von Anerkennung und Ernährung der Kinder, oder Eltern, Patrone oder Freigelassenen, De inspicendo ventre custodiendoque partu, Von der Besichtigung des Mutterleibes und der Bewachung der Leibesfrucht, Si ventris nomine muliere in possessionem missa, eadem possessio dolo malo ad alium translata esse dicitur, Wenn eine Frau für ihre Leibesfrucht in den Besitz eingewiesen ist und behauptet werden sollte, dass derselbe Besitz in böser Absicht auf einen anderen übertragen sei, Si mulier ventris nomine in possessione calumniae causa esse dicetur, Wenn behauptet werden wird, dass eine Frau für ihre Leibesfrucht durch Schikane im Besitz sei, De sponsalibus et arris sponsaliciis et proxeneticis, Vom Verlöbnis und den bei Verlöbnissen vorkommenden Mahlschätzen und dem Lohn der Heiratsvermittler, Si rector provinciae vel ad eum pertinentes sponsalia dederint, Wenn der Statthalter einer Provinz oder die zu ihm gehörigen Personen einen Mahlschatz gegeben haben, De donationibus ante nuptias vel propter nuptias et sponsaliciis, Von den Schenkungen vor oder wegen der Hochzeit und den Brautgeschenken, Von blutschänderischen und ungültigen Ehen, De interdicto matrimonio inter pupillam et tutorem seu curatorem liberosque eorum, Vom Eheverbot zwischen der Pflegebefohlenen und dem Vormund oder Curator und deren Kindern, Si quacumque praeditus potestate vel ad eum pertinentes ad suppositarum iurisdictioni suae adspirare temptaverint nuptias, Wenn hohe Staatsbeamte oder ihre Unterbediensteten sich unterfangen, nach Ehen mit Frauen, die ihrer Gerichtsbarkeit unterworfen sind, zu trachten, Wenn zur Eingehung einer Ehe um Dispensation nachgesucht wird, Si secundo nupserit mulier, cui maritus usum fructum reliquerit, Wenn sich eine Ehefrau, welcher ihr Ehemann letztwillig den Nießbrauch zugesprochen hat, anderweitig verheiratet, De dotis promissione vel nuda pollicatione, Von der feierlichen Versprechung und dem einfachen Versprechen des Heiratsguts, De rei uxoriae actione in ex stipulatu actionem transfusa et de natura dotibus praestita, Von der Verschmelzung der Heiratsgutsklage in die Klage aus Stipulation und von dem Heiratsgut beigelegten Wesen, De pactis conventis tam super dote quam super donatione ante nuptias et paraphernis, Von den Verträgen, die über das Heiratsgut, die Schenkung vor der Hochzeit und die Paraphernalgüter abgeschlossen sind, Vom quittierten, (aber) noch nicht ausgezahlt erhaltenen Heiratsgut, De donationibus inter virum et uxorem et a parentibus in liberos factis et de ratihabitione, Von Schenkungen zwischen einem Ehemann und seiner Ehefrau und von Eltern für ihre Kinder und von der (nachträglichen) Genehmigung (solcher Schenkungen), De repudiis et iudicio de moribus sublato, Von Verlöbnis- und Ehetrennungen und der Aufhebung des Rechtsverfahrens wegen schlechter Aufführung, Auf welche Weise nach aufgelöster Ehe das Heiratsgut (zurück)gefordert werde, Si dos constante matrimonio soluta fuerit, Wenn das Heiratsgut während der Dauer der Ehe zurückgezahlt worden ist, Ne fideiussores vel mandatores dotium dentur, Dass für das Heiratsgut keine Bürgen oder Kreditauftraggeber bestellt werden sollen, Wegen entwendeter Sachen (unter Ehegatten), Ne pro dote mulieri bona mariti addicantur, Dass für das Heiratsgut der Frau das Vermögen ihres vormaligen Ehemannes nicht zugeschlagen (d. h. an Zahlungs stattgegeben) werden soll, Divortio facto apud quem liberi morari vel educari debent, Bei wem nach erfolgter Ehescheidung die Kinder sich aufhalten oder erzogen werden sollen.